„Ein zurechnungsfähiger Mensch […] hat keinen Sinn für Freundschaft mehr, er ist bereit, über seine eigene Leiche zu gehen“, sagt Gutsbesitzer Puntila und versucht, „Anfälle von Nüchternheit“ zu vermeiden. Immer, wenn er getrunken hat, wird er zum Menschenfreund. Dann verlobt er sich kurzerhand gleich mit mehreren Arbeiterinnen, beschäftigt Kranke aus Mitleid und philosophiert mit seinem Chauffeur Matti über das Leben. Puntilas Tochter Eva versucht ihren Vater vom Alkohol fernzuhalten und zweifelt an ihrer Verlobung mit dem Attaché. Sie verbündet sich mit Matti und die beiden müssen einsehen, dass sie nicht hauptsächlich unter Puntilas Alkoholmissbrauch, sondern vor allem unter den Regeln des Kapitalismus leiden.
Volksstück nach Erzählungen und einem Stückentwurf von Hella Wuolijoki mit Musik von Paul Dessau und Pablo Chemor – Regie führt Antú Romero Nunes. Es spielen Bruno Cathomas, Lola Klamroth, Annamária Láng, Justus Maier, Felix Rech, Marie-Luise Stockinger, Tilman Tuppy und Julia Windischbauer sowie die Komparserie als Gesinde, unter anderen Kollegen verkörpert durch Ali Meyer.























